"Kalkar vom Monreberg aus gesehen", Lambert Doomer, 1663 (Ausschnitt, farblich verändert)
"Kalkar vom Monreberg aus gesehen", Lambert Doomer, 1663 (Ausschnitt, farblich verändert)
 

29. Oktober 2018: Brunnenbefahrung

Am 29.10. sind Jens Wroblewski, Archäologe und Burgenforscher aus Kleve, Martin Vollmer-König, Leiter der Abteilung Denkmalschutz / Praktische Bodendenkmalpflege beim LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, sowie Johannes Englert, Archäologe in derselben Abteilung, mit einer Gondel in den sog. Römerbrunnen eingefahren, um ihn direkt in Augenschein zu nehmen. Der Brunnen ist das einzige heute noch sichtbare Bauwerk der ehemaligen Monterburg. Er soll 1820 wieder aufgedeckt worden sein, wurde im 19. Jh. per Göpelwerk und seit dem 20. Jh. per elektrischer Pumpe betrieben, ist aber heute stillgelegt.

 

Die Fahrt ging bis in 45 m Tiefe, also bis zur Oberkante des Stahlrohres, mit dem der Brunnen bereits Anfang des 20. Jh. um ca. 15 m vertieft wurde. Wie schon die frühere Kamerabefahrung (s. u.) wurde auch diese deutlich aufwändigere Personenbefahrung durch die Fa. F. C. van Dornick Bohrunternehmen möglich gemacht.

 

Die Experten gaben dabei die Salierzeit (10. bis 12. Jh.) bzw. das Hochmittelalter (11. bis 13. Jh.) als wahrscheinlichsten Ursprung des Brunnens an. Dabei sei der Brunnen erstaunlich gerade und akkurat gemauert. Gerade in den tieferen Bereichen gebe es in der Wandung nur wenige ausgebesserte Stellen oder moderne Veränderungen. Die Tuffsteine, aus denen der Brunnen überwiegend gemauert ist, seien wohl römischen Ursprungs, aber für den Bau des Brunnens zweitverwendet worden.

9. Oktober 2018: Antrag an Stadt Kalkar

Mit der Erforschung und denkmalgerechten Erhaltung sowie dem Sichtbar- und Erlebbarmachen der Burg Monterberg hat sich unser Verein eine komplexe und langwierige/dauerhafte Aufgabe gestellt, die von Ehrenamtlichen nur Schritt für Schritt und mit langem Atem geleistet werden kann. Dabei geht es nicht um den Wiederaufbau einer verschollenen Burg, sondern um die Erforschung und Erhaltung der verbliebenen Relikte, um sie und ihre Geschichte den Bürgerinnen und Bürgern wie auch Gästen unserer Stadt ansprechend präsentieren zu können. Dies können wir nicht alleine leisten, sondern nur im Zusammenwirken mit der Stadt Kalkar, die mit Rat und Verwaltung über das politische Instrumentarium und die administrative Schlagkraft verfügt.

 

Daher hat der Verein am 9. Oktober an den Ausschuss für Bürgerbeteiligung der Stadt Kalkar den Antrag gestellt, "dass die Stadt Kalkar sich das Projekt zur 'Sichtbar- und Erlebbarmachung der Burg Monterberg' zu eigen macht und auf die Stadtentwicklungsagenda der kommenden 20 Jahre setzt, um damit das kulturhistorische Profil der Stadt zu stärken".

 

Dahinter steht unsere Überzeugung, dass "eine kommunalpolitisch verankerte Positionierung, getragen durch die Stadt Kalkar, zustande kommen [muss], die die aktuelle und zukünftige Entwicklung des Projektvorhabens dauerhaft begleitet und unterstützt", wie es im Antrag weiter heißt.

 

Wir hoffen natürlich, dass der Ausschuss unseren Antrag begrüßt und letztlich die Stadt unsere Ziele aktiv unterstützt.

31. August 2018: Geselliges Treffen

Am Abend des 31. August veranstaltete der Monterburg e. V. im Kalkarer Beginenhof ein geselliges Treffen mit Gesprächen und Informationen rund um die Monterburg. Hierzu waren alle Vereinsmitglieder/-innen, Unterstützer/-innen und an der Monterburg Interessierte eingeladen.

 

Dabei informierten Jens Hock, Archäologe und Vereinsmitglied, sowie Prof. Hiram Kümper, Historiker an der Uni Mannheim, über die Geschichte der Burg und über Möglichkeiten, das Wissen über sie zu erweitern.

 

Bei dieser Gelegenheit wurden auch Ausschnitte der kürzlich durchgeführten Kamerabefahrung des sog. Römerbrunnens gezeigt (s. u.). Bilder davon und erste Erkenntnisse daraus sollen demnächst u. a. hier veröffentlicht werden.

31. August 2018: Perspektiv-Workshop

Am Vor- und Nachmittag des 31. August fand ein Experten-Workshop mit Fachleuten (Historiker, Archäologen/-innen, Vertreter/-innen des LVR und der Stadt Kalkar) und Vertretern des Vereins statt. Dabei wurde mit den Fachleuten und Verantwortlichen besprochen, wie der Verein bei der Erforschung der Monterburg weiter vorgehen sollte und wer uns dabei fachlich wie unterstützen kann.

 

Im Ergebnis wurde eine dreigleisige Vorgehensweise für die nächste Zeit herausgearbeitet: Erstens sollen die historischen Quellen systematisch durchsucht werden. Zweitens soll der sog. Römerbrunnen näher untersucht werden, der als einziges Bauwerk der Burg heute noch sichtbar ist. Drittens sollen auch die Möglichkeiten für eine (zerstörungsfreie) Bodenprospektion konkretisiert werden. Alle weiteren Schritte hängen von den hierbei gewonnenen Ergebnissen und Erkenntnissen ab.

21. August 2018: Kamerabefahrung des "Römerbrunnens"

Der sogenannte Römerbrunnen liegt auf dem Gelände der ehemaligen Burg. Am 21. August wurde eine Kamera der Firma F. C. van Dornick Bohrunternehmen in den Brunnen abgesenkt und Video-Aufnahmen vom Mauerwerk angefertigt. Die Befahrung erfolgte über die gesamte Länge des sichtbaren Mauerwerks, welches einen Innendurchmesser von ca. 2 m hat und bis in 45 m Tiefe reicht.

 

Von dort geht ein Brunnenrohr mit 40 cm Durchmesser bis in 61 m Tiefe. Dieses wurde in den 1950-er Jahren eingebaut, um Kalkar mit Trinkwasser zu versorgen. Ob auch das Mauerwerk, also der historische Brunnen, tiefer als 45 m reicht, ist uns nicht bekannt. Für Hinweise wären wir dankbar.

 

Die archäologische Analyse der Bilder dauert an. Wir werden über die Ergebnisse berichten.

16. Juni 2018: Exkursion zum Kloster Ihlow

Das Kloster Ihlow in Ostfriesland war eine 1228 gegründete Zisterzienserabtei, welche nach der Reformation aufgelöst und vollständig geschleift wurde. Nach archäologischen Forschungen in den 1980-er Jahren wurde im Zeitraum 2005 bis 2009 ein kleiner archäologischer Park errichtet.

 

Zentraler Bestandteil ist eine Imagination der Klosterkirche. Insbesondere der Chor und Altarraum wurden aus Stahlelementen in Originalgröße nachempfunden und um einen Aussichtsturm ergänzt. Daneben gibt es eine Museumsausstellung, einen sog. Raum der Stille mit Altar, einen Klostergarten und ein Gebäude mit Café und kleinem Museumsshop. Träger des Parks ist der „Klosterverein Ihlow“.

 

Wir haben an einer sehr informativen Führung durch den Park teilgenommen und viele interessante Eindrücke gesammelt. Die Bildergalerie zeigt ein paar Ansichten.

18. April 2018: Fachgespräch

Am Mittwoch, 18. April haben sich Vertreter des LVR (Köln/Xanten) sowie des Rheinischen Vereins (Köln) mit unserem geschäftsführenden Vorstand zu einer kleinen Tagung zwecks Planung eines Workshops getroffen.

Dieser Workshop soll im Herbst stattfinden und zum Ziel haben, die Bedeutung der Monterburg aus verschiedenen, fachlichen Perspektiven zu beleuchten. Wir erhoffen uns vom Ergebnis des Workshops, das fachliche Fundament für die weiteren Tätigkeiten des Vereins stärken und den Unterstützerkreis aus Experten und Institutionen auszuweiten zu können.

27. Februar 2018: Förderantrag bei LVR eingereicht

Der Verein hat Ende Februar einen "Antrag auf Zuwendung von Mitteln der Regionalen Kulturförderung des LVR" für das Haushaltsjahr 2019 gestellt.

 

Das beantragte Projekt trägt den Titel "Aufbereitung aller Quellen und Informationen zur Geschichte der Burg Monterberg bei Kalkar".

 

Ziel des Projekt ist es, "sämtliche Quellen und Informationen über Burg Monterberg, ihre Bedeutung und Einbettung in die historische Kulturlandschaft des Unteren Niederrheins zu erfassen und zu dokumentieren. Dazu gehören auch kartographische Darstellungen, Pläne und übrige Bildquellen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse sollen Grundlage eines kulturlandschaftlichen Informationssystems sein, das die ehemalige Burganlage in ihrer Gesamtbedeutung für die Kulturgeschichte des Niederrheins erlebbar und erfahrbar macht."

 

Wir warten die Prüfung des Antrags gespannt ab.

16. Dezember 2017: Steine der Monterburg?

Dem Verein wurden zwei jeweils ca. 40 cm hohe Steine übergeben, die von der Monterburg stammen sollen. Noch wissen wir nicht, ob sie wirklich authentisch sind. Wir möchten die Steine archäologisch untersuchen lassen, um mehr über sie in Erfahrung zu bringen.

16. Dezember 2017: Monterburg-Torte auf Haus Horst angeschnitten

Monterburg-Torte

Die Seniorenresidenz Haus Horst in Kalkar bietet seit heute eine neue Kuchen-Kreation im hauseigenen Café an: Die Monterburg-Torte. Von jedem verkauften Stück dieser Torte gehen 50 Cent als Spende an unseren Verein. Unser 2. Vorsitzender Peter A. Wolters durfte die Torte im Beisein des Konditors Hans-Gerd Büns, Einrichtungsleiterin Nicole Klösters-Kolk, Norbert Hos von der Volksbank Kleverland und weiteren Gästen offiziell anschneiden. Wir danken Herrn Büns und der Leitung von Haus Horst sehr herzlich für das tolle Engagement, um unseren Verein zu unterstützen!

Einen Bericht mit vielen Fotos finden Sie hier. Einen kurzen Film darüber finden Sie unten sowie am Ende dieses Artikels.

30. November 2017: Crowdfunding erfolgreich abgeschlossen!

Wir planen die Durchführung einer Bodenradar-Untersuchung. Damit sollen bauliche Spuren auf dem Monreberg zerstörungsfrei gefunden und ein erster Lageplan der Burg erstellt werden.

 

Hierzu haben wir im Zeitraum September bis November 2017 eine Crowdfunding-Aktion durchgeführt, die von der Volksbank Kleverland unterstützt wurde. Unser Ziel war es, damit mindestens 5.000 EUR einzusammeln, die als Grundlage für die offizielle Beantragung einer solchen Untersuchung (Genehmigung und weitere Förderung) dienen sollen.

 

Wir sind begeistert, dass das Spendenziel nicht nur erreicht, sondern deutlich übertroffen werden konnte. Mit Ihren Spenden und dem Co-Funding der Volksbank Kleveland kamen insgesamt stolze 5.830 EUR zusammen! Wir danken allen Spendern sehr, sehr herzlich!

 

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Zuletzt aktualisiert am 02.11.2018.